Dachbodendämmung
Dachbodendämmung oder doch das Dach dämmen? Wer sich diese Frage stellt, sollte sich zunächst darüber Gedanken machen, ob der Dachraum als Wohnung, als Abstellraum oder gar nicht genutzt werden soll. Bleibt der Raum unter dem Dach unbewohnt, stellt die Dachbodendämmung die einfachste und rentabelste Sanierungsmaßnahme im Bereich der Dämmung dar.
Eine fachgerechte Dämmung des Dachbodens schützt nicht nur vor Wärmeverlusten über die oberste Geschossdecke. Sie verbessert auch die Akustik und den Brandschutz des Dachgeschosses. Besonders im Altbau oder bei einer Holzbalkendecke ist eine effiziente Isolierung notwendig, um eine langfristige Energieeinsparung zu gewährleisten.
Für den Aufbau eignen sich unterschiedliche Materialien wie Steinwolle, Mineralwolle, Holzfaser, Holzwolle, EPS, XPS, Styropor oder Glaswolle. Moderne Produkte sind diffusionsoffen, feuerfest, teils trittfest und in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Die beste Dicke der Dämmung richtet sich nach den gewünschten Wärmedämmwerten (WLG 035) und liegt häufig zwischen 120 mm und 200 mm.
| Material | Zusammensetzung | Vorteile | Nachteile |
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| Glaswolle | Altglas, Kalkstein und Quarzsand |
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| Holzfaser | Holz von der holzverarbeitenden Industrie |
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| Polystyrol | Polystyrol (Erdölprodukt), Treib- und Brandschutzmitteln |
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| PU-Hartschaum | Erdöl und nachwachsende Rohstoffe wie Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln |
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| Steinwolle | Verschiedene Gesteinsarten (Diabas, Dolomit und Kalkstein) |
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In Deutschland gibt es für eine Dachbodendämmung Fördermöglichkeiten über zwei große bundesweite Stellen: die KfW Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle). Voraussetzung ist, dass die Dämmung die vorgeschriebenen U-Werte erfüllt und fachgerecht ausgeführt wird. Die Förderung kann als Zuschuss oder zinsgünstiger Kredit beantragt werden und muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden.
Für eine Dachbodendämmung kommen vor allem Dachdecker, Zimmerer und Trockenbauer infrage. Aber auch spezialisierte Isolierer oder Bauunternehmer können die Arbeiten übernehmen. Entscheidend sind das Fachwissen und die Qualifikation. Das gilt insbesondere je nach Art der Dämmung – beispielsweise Einblasdämmung oder Dämmplatten – und ob auch der Dachstuhl betroffen ist. Dachdecker sind besonders geeignet für Arbeiten am Dach selbst, Zimmerer für Holzkonstruktionen, während Trockenbauer vor allem Dämmplatten fachgerecht verlegen.
Ja, es gibt zahlreiche Anleitungen, die Schritt für Schritt erklären, wie man eine Dachgeschossdecke fachgerecht dämmt. Dies reicht vom Verlegen der Dämmplatten bis zum Einbau von Folie oder Dampfsperre. Zudem stellen die jeweiligen Hersteller der Dämmstoffe wie Isover, Knauf, Steico oder Gutex in der Regel eigene Anleitungen und Montagehinweise zur Verfügung. Diese erklären den korrekten Aufbau und die Verarbeitung.
Ja, für Neubauten und größere Sanierungen der obersten Geschossdecke ist eine Dachbodendämmung Pflicht und gesetzlich vorgeschrieben. Sie erfüllt die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) bzw. des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und sorgt langfristig für Energieeinsparungen.
Dämmstoffe mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) isolieren besser. Hat ein Dämmstoff eine höhere Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS), braucht man mehr davon, um gleich gut zu isolieren. Man muss also für jedes Projekt entscheiden, welche Wärmeleitfähigkeitsgruppe am besten passt.
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