Dachbodendämmung – Wärmeverluste reduzieren und Wohnkomfort steigern
Dachbodendämmung oder doch das Dach dämmen? Wer sich diese Frage stellt, sollte sich zunächst darüber Gedanken machen, ob der Dachraum als Wohnung, als Abstellraum oder gar nicht genutzt werden soll. Bleibt der Raum unter dem Dach unbewohnt, stellt die Dachbodendämmung die einfachste und rentabelste Sanierungsmaßnahme im Bereich der Dämmung dar.
Eine fachgerechte Dämmung des Dachbodens schützt nicht nur vor Wärmeverlusten über die oberste Geschossdecke. Sie verbessert auch die Akustik und den Brandschutz des Dachgeschosses. Besonders im Altbau oder bei einer Holzbalkendecke ist eine effiziente Isolierung notwendig, um eine langfristige Energieeinsparung zu gewährleisten.
Für den Aufbau eignen sich unterschiedliche Materialien wie Steinwolle, Mineralwolle, Holzfaser, Holzwolle, EPS, XPS, Styropor oder Glaswolle. Moderne Produkte sind diffusionsoffen, feuerfest, teils trittfest und in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Die beste Dicke der Dämmung richtet sich nach den gewünschten Wärmedämmwerten (WLG 035) und liegt häufig zwischen 120 mm und 200 mm.
| Material |
Zusammensetzung |
Vorteile |
Nachteile |
| Glaswolle |
Altglas, Kalkstein und Quarzsand |
- Einfache Verarbeitung
- Flexibel
- Resistent gegen Ungeziefer
- Günstig
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- Nicht auf Druck beanspruchbar
- Energieintensive Herstellung
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| Holzfaser |
Holz von der holzverarbeitenden Industrie |
- Ökologisch
- Gesundes Raumklima
- Nicht imprägnierte Platten kompostierbar
- Feuchtigkeitsregulierend
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- Relativ hochpreisig
- Für gewöhnlich Baustoffklasse B2 zugeordnet (normal entflammbar)
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| Polystyrol |
Polystyrol (Erdölprodukt), Treib- und Brandschutzmitteln |
- Druckfest
- Verrottungsfest
- Feuchtebeständig
- Günstig
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- Nicht UV-beständig
- Im Brandfall Freisetzung von Gefahrstoffen
- Begrenzte Verfügbarkeit von Rohstoffen
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| PU-Hartschaum |
Erdöl und nachwachsende Rohstoffe wie Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln |
- Druckfest
- Elastisch
- Fäulnisresistent
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- Im Brandfall Freisetzung toxischer Gase
- Hoher energietechnischer Aufwand bei der Herstellung
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| Steinwolle |
Verschiedene Gesteinsarten (Diabas, Dolomit und Kalkstein) |
- UV-beständig
- Flexibel
- Guter Brandschutz
- Ausgeprägter Schallschutz
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- Hohe Rohdichte
- Energieintensive Herstellung
- Verliert bei viel Feuchtigkeit Dämmwirkung
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Je nach Aufbau der obersten Geschossdecke werden Dämmplatten mit einer
Dampfbremse oder Dampfsperre verlegt. Soll der Dachboden als Abstellraum dienen, sollte die Wahl auf
begehbare Dachbodendämmung fallen. Die Dämmung erfolgt entweder unter einer begehbaren Schicht aus
OSB-Platten,
Rigips oder
Trockenestrich. Alternativ kommen spezielle Dämmplatten zum Einsatz, die als Verbundelemente bereits eine integrierte Nutzschicht besitzen. Wird der Dachboden ohne Begehung genutzt, kann auf eine zusätzliche Nutzschicht verzichtet werden.
Anbieter wie Isover, Knauf, Steico, Gutex, Fermacell, Bauder, Bachl, Linitherm, Linzmeier und Alpor bieten passgenaue Lösungen für Dachboden, Zwischendecke und Boden. Mit einer korrekt ausgeführten Dachbodendämmung lassen sich nicht nur Heizkosten senken. Durch die Nutzung ökologischer Materialien wie Holzfaser oder Holzwolle können auch nachhaltige Sanierungen realisiert werden.